Setzen Sie dem Erbschleicher frühzeitig ein Ende

Ein vermögender Witwer hat am gestrigen Tage ein handschriftliches Testament errichtet, wonach seine neue, wesentlich jüngere Freundin „alles erben“ soll. Die leiblichen Kinder des Erblassers würden demzufolge auf ihren Pflichtteilsanspruch begrenzt. Am heutigen Tage verstirbt der Witwer. Stellt sich später heraus, dass der Erblasser unzurechnungsfähig gewesen ist, müssten ggfs. die rechtmäßigen Erben, die leiblichen Erblasserkinder, nicht nur einen Prozess anstrengen, sondern tragen das Risiko, dass die „jüngere“ Erbin, selbst im Fall des Obsiegens vor dem zuständigen Gericht, die titulierte Forderung nicht erfüllt bzw. erfüllen kann. Einen 100%igen Schutz für den Erblasser gibt es nicht. Jedoch kann er frühzeitig in einer Vorsorgevollmacht Erklärungen aufnehmen, unter welchen Umständen er (spätere) Verfügungen für unwirksam erklären möchte. Gleichsam ist es sinnvoll, die letztwillige Verfügung, das Testament, ausdrücklich zu erwähnen, welches gelten soll und zu klären, was mit einem etwaigen, späteren Widerruf des Testaments passieren soll. Auch diese Erklärungen in der Vorsorgevollmacht bieten keinen vollständigen Schutz, sie sind jedoch als sehr sinnvoll zu betrachten, wenn Sie künftig Erbschleicherversuche von Personen befürchten, welche außerhalb des Familienverbandes stehen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Klaus Hackenbroich   zu den BLOGs zum...
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Das selbst errichtete Testament muss eigenhändig geschrieben sein

und darf kein Pfeildiagramm beinhalten. So urteilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 11.02.2013 (Az. 20 W 542/11). Zwar hatte hier der Erblasser mit von ihm herrührenden Pfeildiagrammen die Erbfolge plastisch darstellen wollen. Er hat jedoch damit das Gegenteil bewirkt, denn dies führte nach Auffassung des Senats zur Unwirksamkeit des gesamten Testaments. Auch hieraus folgt, wie wichtig die notarielle Tätigkeit sein kann, denn hätte der Erblasser sich zuvor beraten lassen, hätte man ihn auf die Vorschrift des § 2247 BGB hingewiesen, wonach das Testament eigenhändig zu verfassen ist. Im Übrigen, das notariell errichtete Testament ist nicht so teuer wie Sie vielleicht denken. Bei einem Vermögen von € 50.000 kostet Sie diese letztwillige Verfügung lediglich € 180 netto und die Beratung, der Entwurf, sowie die Registrierung im Testamentsregister sind bereits eingeschlossen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Klaus Hackenbroich     zu den BLOGs zum...
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